Brandschutz:

Die Prioritätenrangfolge macht deutlich, dass für die Brandentwicklung nicht die Bauweise, sondern ein gut geplantes Brandschutzkonzept maßgebend ist. An diesem Punkt setzen moderne Holzbauten an und erhalten Bestnoten:

- Hohe Standfestigkeit durch eine brandhemmende Bauweise tragender Bauteile
- verminderte Gefahr durch vollgedämmte Wände, Dächer und Decken
- reduzierte Brandausbreitungsmöglichkeit durch luftdichte Gebäudehülle
- nichtbrennbare Oberflächen an Wänden (z.B. Gipskartonplatten)

Wussten Sie schon,
dass Holz von Natur aus ein sehr günstiges Brandverhalten hat. Bei größeren Querschnitten oder einer einseitigen Brandbeanspruchung entzündet sich Holz nur sehr schlecht und behält darüber hinaus um Inneren lange Zeit eine niedrige Temperatur. Im Gegensatz zu Stahlbetondecken (der Stahl versagt bereits bei niedrigen Temperaturen), behalten Holzdecken lange ihre Standfestigkeit. Aus diesem Grund wird Holz teilweise sogar als Brandschutzverkleidung von Stahlstützen eingesetzt.

Daher ist wichtig zu wissen, dass die Nichtbrennbarkeit von Baustoffen nicht auf die Feuerwiderstandsfähigkeit der Bauteile schließen lässt. Daher werden Bauteile nach ihrem Brandverhalten in Feuerwiderstandsklassen eingeteilt. Durch optimierte Konstruktionen lassen sich beispielsweise auch mit Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen (B2) feuerhemmende und feuerbeständige Konstruktionen errichten.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Menge an verbauten Holz in einem Gebäude kein Maßstab für das Brandrisiko ist. Vielmehr steht das Brandentstehungsrisiko in Abhängigkeit von:

- leichtbrennbaren Einrichtungsgegenständen
- technischen Installationen
- Nutzungsverhalten und Wartung
- Baustoffen der Oberflächenbekleidung

Fazit für den vorbeugenden Brandschutz:


Die angebliche Gefährdung von Holzhäusern entpuppt sich somit als längst widerlegtes Vorurteil. die Gefahr bei Hausbränden geht - und das gilt für das Holzhaus als auch für das Massivhaus - in erster Linie von leicht brennbaren Teilen der Inneneinrichtung aus. Daher ist eine nicht brennbare Beplankung (z.B. Gipskartonplatten) logischerweise richtig. Dadurch ergibt sich eine Feuerwiderstandsklasse BA, d.h. die statischen Bauteile und Dämmstoffe können entflammbar sein, wenn sie durch nicht brennbare Bekleidungen geschützt sind. Wird die Feuerwiderstandsdauer, die Nichtbrennbarkeit der Oberfläche und Nichtweiterleitung von Feuer als entscheidendes Kriterium angesehen, so sind Holzriegelwände als BA-Konstruktionen leistungsfähige Bauteile.

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